Strafen fürs Fahrradfahren in Österreich

Unbedingt beachten, sonst wirds teuer

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Gilt in Österreich eigentlich die Helmpflicht? Was passiert mit meinem Führerschein, wenn ich betrunken mit dem Fahrrad fahre?

Diese und viele andere Fragen habe ich für Euch in diesem Blogartikel übersichtlich zusammengeschrieben. So habt Ihr die wichtigsten Strafen auf einem Blick.

Eine nette Zusammenfassung der wichtigsten Regeln fürs Radfahren in Österreich findet ihr HIER.


Hinweis: Dieser Blogartikel wurde im Juni 2017 verfasst und im September 2018 aktualisiert. Alle Angaben basieren auf Informationen folgender Seite: HELP.gv.at

Achtung: Dieser Blogbeitrag ist keine Rechtsberatung! Wir von Schaltwerk, haben uns intensiv mit diesem Thema beschäftigt, sind jedoch keine Juristen. Deswegen kann Schaltwerk für die Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit der bereitgestellten Inhalte keine Haftung übernehmen.

Strafen fürs Fahrradfahren in Österreich

1. Rote Ampel überfahren

Natürlich ist das Überfahren einer roten Ampel ein No-Go im Straßenverkehr, egal ob Ihr mit dem Auto oder dem Fahrrad unterwegs seit. Werdet Ihr erwischt bezahlt Ihr für das Organmandet etwas zwischen 70 bis 90 Euro. Sollte es aber zu einer Strafverfügung kommen, können es bis zu 726 Euro werden. Eine kleine Erklärung zum Thema Organmandat und Strafverfügung  findet ihr weiter unten im Artikel.

2. Alkoholisiert Fahrradfahren

Betrunken mit dem Fahrrad zu fahren, wird besonders teuer. Bei einem Promillewert ab 0,8 sind Strafen zwischen 800 und 3.700 Euro zu erwarten. Bei über 1,6 Promille erwartet einem eine Strafe zwischen 1.600 und 5.900 Euro. Wer einen Alkoholtest verweigert, zahlt ebenfalls 1.600 bis 5.900 Euro Strafe.

Achtung: Wenn die Behörde eine mangelnde Verkehrszuverlässigkeit feststellt, kann Euch auch der KFZ-Führerschein entzogen werden.

3. Fahrradfahren auf dem Gehsteig

Wer mit seinem Fahrrad auf dem Gehsteig unterwegs ist und dabei erwischt wird, bezahlt um die 30 Euro Strafe. Wenn dabei noch Fußgänger gefährdet werden, erhöht sich die Mindeststrafe auf 50 Euro.

4. Stoppschild ignorieren

Solltet Ihr beim Missachten eines Stoppschildes gesehen werden müsst ihr mit einem Organmandat zwischen 50 und 70 Euro rechnen. Sollte es, wie auch beim Überfahren einer roten Ampel, zu einer Strafverfügung kommen reicht der Rahmen bis 726 Euro.

5. Radfahren gegen die Einbahn

Viele wissen nicht, dass man auch als Fahrradfahrer die Einbahn Regel beachten muss. In den meisten Fällen weißt aber eine Hinweistafel darauf hin, dass Radfahrer auch in die Gegenrichtung fahren dürfen. Sollte diese Zusatztafel jedoch nicht angebracht sein und Ihr fahrt gegen die erlaubte Fahrtrichtung ist in der Praxis mit bis zu 70 Euro zu rechnen. Der Strafrahmen liegt auch hier wieder bei bis zu 726 Euro.

6. Fahrradfahren in der Fußgängerzone

Das Befahren einer Fußgängerzone mit dem Fahrrad, ist grundsätzlich nicht erlaubt und kostet bis zu 30 Euro. Achtet auf zusätzliche Straßenschilder, die darauf hinweisen, dass in der jeweiligen Fußgängerzone auch mit dem Rad gefahren werden darf.

7. Mangelhafter Zustand des Fahrrads

Natürlich kümmert sich jeder Biker gern um sein Fahrrad. Und das ist auch gut so. Fehlen nämlich Lichter oder Reflektoren wird es teuer. Die Strafe is nämlich pro fehlendem Teil zu entrichten und kostet jeweils 20 Euro im Falle eines Organmandats. Bei einer Strafverfügung sind 70 Euro pro fehlendem Teil fällig.

Wenn Ihr wissen wollt, welche Ausstattung beim Fahrrad verpflichtend ist, dann schaut bei unserem Blogartikel „Regeln fürs Radfahren in Österreich“ vorbei.

8. Telefonieren am Fahrrad (ohne Headset)

Das Telefonieren beim Radeln kostet ohne geeignetes Headset zwischen 50 und 70 Euro Strafe. Im Vergleich zu den Autofahrern sind diese Strafen ein richtiges Schnäppchen. Dennoch raten wir euch am Rad gar nicht zu telefonieren. Auch mit Headset, lenkt dies zu sehr vom Verkehr ab und kann in brenzlichen Situationen sehr gefährlich werden.

9. Freihändig Fahrradfahren

Beide Hände müssen während der Fahrt, immer am Lenker bleiben. Wer sich nicht daran hält und erwischt wird, der zahlt zwischen 30 und 72 Euro Strafe.

10. Helmpflicht

Gibt es in Österreich eine Helmpflicht für Radfahrer? Jein. Die Helmpflicht gilt für alle Kinder unter zwölf Jahren. Hier ist zu beachten: Das Kind muss einen Radhelm tragen wenn es, selbst mit dem Rad fährt, in einem Fahrradanhänger transportiert wird oder auf einem Fahrrad mitgeführt wird. Verantwortlich, dass der Helm getragen wird, ist die Aufsichtsperson des Kindes. Sollte man dennoch ohne Helm erwischt werden muss in den meisten Fällen mit keiner Strafe sondern nur mit einer Verwarnung gerechnet werden.

Für alle Personen ab zwölf Jahren, besteht in Österreich keine Radhelmpflicht.

Organmandat? Strafverfügung?

Ein Organmandat (=Organstrafverfügung) ist nichts anderes als ein Strafzettel und kann bis zu einer Höhe von 90 Euro ausgestellt werden. Gegen ein Organmandat können keine Rechtsmittel eingelegt werden. Wenn der Betrag nicht innerhalb von 2 Wochen bezahlt wird, verfällt das Organmandat.

Aber Achtung: Sollte das Organmandat nicht beglichen werden und somit verfallen, wird eine Anzeige an die Verwaltungsstrafbehörde erstattet. Das leitet ein Verwaltungsstrafverfahren ein, worauf Ihr eine Strafverfügung erhaltet. Gegen diese kann binnen zwei Wochen nach deren schriftlicher Zustellung Einspruch erhoben werden.

Ich hoffe ich konnte Euch einen guten Überblick über die Strafein Österreich verschaffen. Checkt aufjedenfall unsere anderen Blogartikel ab. Solltet ihr noch Ergänzugen haben, meldet euch gerne. Natürlich freuen wir uns über Kommentare und sollte euch der Artikel gefallen haben, teilt ihn doch mit euren Freunden. Danke!

-Stefan

Kommentare

  1. Hallo,

    ich weiß nicht, wie aktuell der ganze Bereich hier ist, aber da es schon diese Kommentarfunktion gibt, will ich sie auch einfach mal nutzen:

    Wann wird ein Organmandat und wann eine Strafverfügung erstellt?
    Muss ein Organmandat bei kleinen Delikten (ohne Klingen, ohne Licht, etc.) erfolgen, oder liegt es im Ermessen des Polizisten, ob er eines erstellt, oder direkt eine Strafverfügung ausstellt?

  2. Hallo,

    danke für deinen Kommentar. Zu deiner Frage:
    Ja, du hast in beiden Fällen Recht. Ein Organmandat (korrekt: Organstrafverfügung; umgangssprachlich: Strafzettel) ist dazu gedacht, bei kleinen Delikten so rasch wie möglich abzustrafen.
    Sollte der Strafzettel aber nicht innerhalb von 2 Wochen bezahlt werden, wandelt sich die Organstrafverfügung in eine Stafverfügung um.
    Es liegt aber auch im Ermessen des jeweiligen Polizisten, je nach Situation sofort eine Strafverfügung einzuleiten.

    Wie schon am Anfang des Artikels geschrieben, bin ich kein Jurist. Ich habe mich mit dem Thema beschäftigt und in einen Blogartikel verpackt.
    Solltest du ganz genaue Informationen zum Thema Strafverfügung brauchen, wende dich am besten an einen Profi.

    Liebe Grüße
    Stefan von Schaltwerk

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